Schöne Lichtschow auf dem Schloßplatz

December 27, 2014

Im Dezember 2014 hat die Eremitage ihr 250-jähriges Jubiläum gefeiert.  Grandiose Lichtschow wurde auf dem Schloßplatz organisiert. Ich habe die für Sie aufgenommen und übersetzt. Genießen Sie es! Es ist sehr interessant.

 

 

00.31

Inschrift:  Die Eremitage.Der Ball der Geschichte.

 

01.11 

“Sie sind kein Polarlicht, Sie sind der hellste Stern  des Nordens! Und es gab nie eine solch wohltuende Leuchte!”

So hat Voltaire Katharina der Großen geschrieben. 

 

1.26

Ich habe das ganze Labyrinth der Zimmer. Obwohl ich alleine bin. Sie alle sind voll von Luxux. Dieser Raum hat den Namen Imperatormuseum bekommen. Wenn man da gerät, dann kann man man ihn schwer verlassen. So viel Interessantes gibt es da. In meiner Eremitage gibt es außer Bilder und Loggien von Raffael, 38 Tausend Bücher, 4 Zimmer, voll von Gravüren, 10 Tausend Steinschnitzereien, und ebenso viele Zeichnungen. Das alles ergötzen Mäuse und ich.

 

2.19

Es klingen Gedichte von Alexander Puschkin, Marina Zwetajeva, Alexey Tolstoy, die dem Vaterländischen Krieg 1812 und dem Sieg über Napoleon gewidmet sind.

 

03.53 

Wir sahen den riesiegen Feuerschein, welcher Petersburg deckte. Gleichzeitig damit, als seine grellen Verlaufen sich über der Stadt bewegten, flogen in der Luft von einem Ende zum anderen die Worte der unmöglichen Rede. Der Winterpalast brennt. Das Feuer ging als Sieger in dem verwüsteten Raum herum, die breiten Übergänge beleuchtend. Mal hackte es die marmornen Säulen und ließ sie fallen, mal machte frech die kostbare Vergoldung schwarz, mal verwandelte in die hässlichen Haufen die Christall- und Bronzekronleuchter, mal ries von den Wänden prächtigen Brokat und Stoff ab.

Feierlich und traurig waren die letzten Stunden des Phönix-Gebäudes.

 

04.49 

Am 7. Februar 1852 nach dem Erlaß des Imperators Nikolaus des I. wurde im Gebäude der Neuen Eremitage das erste öffentliche Kunstmuseum Russlands eröffnet. 

 

Alles, was Luxus und Reichtum in Vereinigung mit der Kunst in ihrer Verbindung darstellen konnten, glänzte an diesem Fest.

 

05.25 

“Obwohl es in unserer Gesellschaft kein großer Drang nach Kunst bemerkbar ist,  genießt  die Eremitage hohe Popularität. Sprechen Sie das Wort die Eremitage  in einem beliebigen Eckchen Russlalnds aus, und jeder hat es schon gehört“ , - so hat die Zeitschrift „Vaterländische Notitzen“ geschrieben. 

 

06.09

In der Nacht auf den 25.Oktober nahm in Petrograd die Bolschiviki-Partei mit Ulianov-Lenin an der Spitze die Hauptobjekte der Stadt unter ihre Kontrolle. Um 21.40 ertönte der Signalschuß des Kreuzers Aurora. Um 2 Uhr 10 Minuten wurden die Minister der Provisorischen Regierung in der Kleinen Speisehalle des Winterpalastes verhaftet. 

 

06.37

Auszüge aus dem revolutionären Poem von Alexander Block „die Zwölf“ klingen. 

Dann die traurigen religiosen Gedichte von Anna Achmatova, die auch mit der Revolution verbunden sind.

 

08.03

Leichtes Halbdunkel der Säle, von der dunklen Vergoldung angerührt, kam mir heilig vor. Ich kam in die Eremitage als in die Schatzkammer des menschlichen Genies. Hier spürte ich zum ersten Mal, noch als Jungling, das Glück, ein Mensch zu sein, verstand, wie groß und gut der Mensch sein kann. Erste Zeit verlor ich mich in dem üppigen Zug der Maler. Der Kopf schwindelte mir von der Fülle und  Dichte der Farben.

Um mich zu erholen, ging ich in die Säle, wo die Skulptur ausgestellt war.

Und je mehr ich mir die Statuen von unbekannten hellenischen Bildhauer  oder die kaum bemerkbar lächelnden Frauen von Сanova ansah, desto klarer verstand ich, dass diese ganze Skulptur ein Ruf an das Schöne in sich selbst ist, dass sie ein Vorbote des reinsten Morgenrotes der Menschheit ist. 

 

09.08

Im Juni 1941 ruf Akademiemitglied Orbelly, Direktor der Eremitage auf. Professoren der Akademie der Künste, Kunstwissenschaftler, junge und alte Maler kamen in den esrten Stunden des Krieges, kamen nach dem Ruf des Herzens. Das war die Selbstmobilisation aller Leningrader Intellektuellen. Man sollte sich beeilen. Der Feind kam zu der Stadt. 

 

9.40

Die Prächtigkeit des leeren, teilweise zerstörten Palastes schien irreal zu sein. Marmor und Vergodung unter dem Reifschicht, die Jordanntreppe... Man bekam Angst, die Stufen zu betreten, die gänzlich mit den Stückchen von einem Film bedeckt waren. Es blätterte die Deckenmalerei ab und fiel an.

 

10.04

Im Sommer 1944, als die Hauptsammlungen der Eremitage noch im Hinterland waren, wurde es beschlossen die Ausstellung aus den Exponaten zu organisieren, die nicht evakuiert wurden. Die war in 2 Gallerien untergebracht, die am wenigsten vom Beschuß gelitten waren. 

Im November 1945 waren die Hallen der Eremitage wieder für  Besucher aufgemacht. 

 

10.33

Die waren ins Leben verliebt, in die Welt verliebt, welche, als ein großer bunter Strauß, seine Blumen der Sonne entgegen stellte. Und sie haben sie gamalt, voll von Verwunderung und Freude, als 20-jährige Junglinge oder als 80-jährige Greise, weil sie keine größere Freude hatten, als den Menschen das Glück zu schenken. 

 

11.03

Neue Generation brachte die Malerei von der friedlichen Natur, der lieben Schattierungen des Alltags zu den großen Räumen und zu der großen Zeit zurück. In ihren Gemälden spürte man den Atmen des Kosmos. Sie zerstörten die Ramen der visuellen Wahrnehmung, indem  sie das Unsehbare an den Tag legten, bereiteten sie den Grund für die Kunst der Zukunft vor. 

 

11.40

Zum Schluß ertönt die inoffizielle Hymne von Sank-Petersburg.

Da heißt es unter anderem, die Hoffnung lebt  in den Herzen, während die Atlanten der Eremitage den Himmel auf seinen steinernen Händen halten.

Diese Atlanten kennen Sie aus meinem Video Erstaunliche Offenbarungen in Sankt-Petersburg, Teil 1.

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